Darf ich nicht bei Buben sein, kehre ich bei Nonnen ein.

Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz. Nur weil ein Mann im etwas gehobeneren Alter sich vor lauter Arbeit mit dem Hier und Jetzt nicht an das Gestern oder Vorgestern erinnern kann, macht man ihm aus Jahrzehnte alten Mücken eine Herde großer Elefanten. Und erst wenn der Druck aus der Gesellschaft, die er immer zu behüten und vor sich selber zu schützen suchte, die Grenze des Erträglichen übersteigt, sodass er sich von Amt und Würden zurückzieht, gibt der Pöbel Ruhe. Aber was danach kommt, das will wieder keiner wissen. Niemand, der sich ebenso liebevoll um dieses vermeintlich schwarze Schaf im Kreise der katholischen Kirche kümmern will.
Zum Glück war Bischof Walter Mixa schon immer ein Mann der Tat. Zupacken war stets sein Motto und wenn das Leben hinlangt, dann hat er auch mit blutiger Nase grundsätzlich weiter seinen Weg gesucht. Es ist also irgendwie nur konsequent und sinnvoll, sich nun bei einer Handvoll Nonnen einzumietet. Die geben sich zwar im Vorfeld etwas spröde, aber er weiß ja aus seiner langen Erfahrung als Bischof, wie steinig der Weg ins Licht sein kann. Außerdem ist er nicht der einzige Mann in diesem Hort der Glückseligkeit, sodass ihm eine gewisse Unterstützung sicher sein dürfte.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Nonnen auch zurückschlagen, wenn er sich erst so richtig eingelebt hat.
Hello!

